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Die Chemieregion Halle / Leipzig

Sachsen-Anhalt hat sich zu einem innovativen Wirtschaftsstandort entwickelt.

Zahlreiche renommierte Firmen aus dem In- und Ausland engagieren sich im Land. Einer der Standortvorteile Sachsen-Anhalts ist seine traditionelle Verbundenheit mit der Industrie.

Was nur wenige wissen: Seit der frühen Industrialisierung gehört die Region zu den traditionsreichsten Maschinenbauzentren in Europa. Eine Tradition, an die Standorte wie Magdeburg, Dessau, Halberstadt, Sangerhausen, Staßfurt und Köthen heute wieder anknüpfen.

Die Investoren profitieren von der hohen Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie von zügigen Genehmigungsverfahren. Ein wesentlicher Grund für die Ansiedlungserfolge - unter den neuen Bundesländern hat Sachsen-Anhalt die meisten ausländischen Direktinvestitionen - ist auch die günstige Lage im Herzen Europas: Hier kreuzen sich wichtige Verkehrsachsen. Dazu zählt das gut ausgebaute Schienen- und Autobahnnetz. Das modernste Wasserstraßenkreuz Europas entsteht nahe Magdeburg.

Wachstumsträger sind industrielle Branchen wie die Chemie, das Ernährungsgewerbe und jetzt zunehmend auch die Automobilzulieferer. Innovative Firmen gewinnen an Gewicht. So wird gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen die Region Halle-Leipzig zu einem Zentrum der Bio- und Gentechnologien (Bioregio-Initiative) entwickelt. Auch die Informations- und Kommunikationstechnologien kommen - z. B. in Call-Centern - immer mehr zum Einsatz.

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist das Land vor allem durch sein Chemiedreieck Bitterfeld/Wolfen, Buna und Leuna, einstmals Herz der chemischen Industrie in der DDR.

Wirtschaftlich gesehen ist die Region auch heute wieder intakt. Globale Konzerne wie Dow Chemical, Elf Aquitaine oder Bayer - jede dritte Aspirin, die weltweit eingenommen wird, kommt heute aus Bitterfeld - haben sich an den ehemaligen Vorzeigestandorten niedergelassen und der traditionellen Chemieregion damit ihre wirtschaftliche Kontinuität bewahrt.

Alles in allem sind hier mittlerweile rund 350 Unternehmen angesiedelt, in denen insgesamt 10.000 Menschen beschäftigt sind. Und auch ökologisch erholt sich die Region langsam von den Schäden, die ihr im Laufe der letzten fünfzig Jahre zugefügt wurden. Die Saale ist mittlerweile ökologisch wieder einigermaßen intakt. Vor zehn Jahren nicht viel mehr als eine giftige Kloake, schwimmen heute wieder Fische in dem traditionsreichen Fluss.

Doch man darf die Region keineswegs auf Raffinerien und rauchende Schornsteine reduzieren.

Für den historisch und an Kunst Interessierten ist sie ein wahres Kleinod.

Halle, die Geburtsstadt Friedrich Händels, verfügt über mehrere spätgotische Kirchen, in Dessau hat Walter Gropius gewirkt, einer der bedeutendsten Architekten des Bauhaus. Auch Wittenberg, Schauplatz von Martin Luthers Reformation, ist eine Stadt der eindrucksvollen Bauten, wie Naumburg, das den Dom und seine ebenso berühmten Stifterfiguren beherbergt.

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